CD-Review: Schlagwetter – Bis in den Tod (VÖ: 24.04.2020)

Schlagwetter CD CoverAus den Tiefen des Ruhrgebiets, gepresst unter tonnenweise Druck und von der Zeit zermartert, kehren 5 Kumpel ans Licht. Seit sich Schlagwetter 2015 gegründet haben, kann sich die Band schon einige Erfolge zuschreiben. So hat sich die Band die Bühne u.a. schon mit Lord of the Lost, Heldmaschine und Schattenmann geteilt. Durch harte Arbeit bespielten sie zum Beispiel auch schon das Black Castle Festival oder das Rock am Stück.

Neben diversen Auftritten veröffentlichte Schlagwetter auch schon zwei Studioalben. Mit Bis in den Tod steht somit das dritte Album in den Startlöchern. Das neue Album zeigt dabei deutlich den Werdegang der Band. Metallisch harte Gitarren, Bassrythmen die einen an die Wand drücken und ein Schlagzeug wie ein Presslufthammer. Hierbei präsentiert sich das Album jedoch erfreulich durchmischt. Für jeden NDH-Fan ist hier definitiv was dabei. Von tiefgreifend-emotionalen Songs bis brachialen Rocknummern lässt sich hier alles finden.


Wieder da steigt dabei direkt mit einer ordentlichen Drum-Welle und einer Ohrwurmverdächtigen Melodie ein. „Fünf Herzen – eine Leidenschaft“ so die Worte von Kevin Spiegel. Und die Leidenschaft merkt man definitiv vom ersten Ton. Schön sind auch die diversen Anekdoten auf den Namen der Band. Ich brenne auf beginnt ähnlich hart und lädt zum headbangen ein.

Die Melodie des Todes ist das längste Lied des Albums. Dabei schöpft er die fast 6 Minuten aber perfekt aus. In einem ausgewogenen Mix aus harten und sanften Tönen bringt einem der Song den Kampf mit dem Tod näher. Das Kind ist stark Gitarren-lastig und besingt „Das Kind vor dem euch alle warnten“. Ein mit Synthis getränkter Breakdown leitet den letzten Part des Songs ein.

Titel Nummer 5 ist die erste Single des Albums. Meine Welt zerbricht ist ein sehr emotionaler Song über den Verlust von geliebten Personen. Wer hier aber eine Ballade erwartet, liegt falsch. Der Song präsentiert sich zwar langsamer als die vorherigen, aber nicht weniger soft. Mit Dämon besingen Schlagwetter nicht etwa den Fürst der Finsternis sondern der Dämon, der in jedem schlummert. Harte Gitarrenriffs und treibende Drums führen einen in den Song, die kurzzeitig etwas abflachen. Zum ersten Refrain nimmt der Song aber wieder richtig fahrt auf. Song Nummer 7 ist eine Cover-Version des bekannten Songs von Joachim Witt. Der goldene Reiter wurde hier in ein NDH-Gewand gepresst – und das mit vollem Erfolg! Der Titelgebende Song des Albums steigt mit einem kurzen Klavier-Solo ein, welches sich durch das gesamte Lied durchzieht. Mal markanter, dann wieder von Drums und Gitarren übertönt.

Einen abrupten Stilwechsel gibt es mit Brich dein Schweigen. Hart, schnell und brutal wird hier die Geschichte einer Frau erzählt, welche von ihrem alkoholabhängigen Mann misshandelt wird. Abgerundet wird der Song durch einen Sprech-Part, welcher die Story beendet.

Zeugen unseres Untergangs beendet das Album und wird dabei nochmal richtig schön sozial Kritisch.


Mit Bis in den Tod veröffentlichen Schlagwetter ein Album welches sich nicht hinter den großen der Szene verstecken muss. Ein ausgewogener Mix, eine fabelhafte Abmischung und eine bunte Tüte Instrumente und Stilmittel sorgen für rundes Gesamtbild. Während ältere Songs teilweise etwas Stumpf und flach waren, zeigt die Band bei all Ihren neuen Songs einen deutlich ausgereifteren Textstil.
Die Mischung aus harten Gitarren, treibenden Drums und preschenden Bass gefällt uns genauso gut wie ein mit Klavier und Synthis angehauchter Song.

Das Album erscheint am 24.04.2020 und kann bei Amazon vorbestellt werden.
Eigentlich würden wir euch auch gern Eventim verlinken für Tickets der Release Show. Aber die aktuelle Situation lässt das leider nicht zu.

Wir wünschen der Band dennoch einen wunderbaren Release-Tag und allen Fans/Hörern viel Freude mit dem Album.

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